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Mainz-Wiesbadener Kraftwerksplanung immer fragwürdiger
Foto zum AufmacherKostensteigerung um ca. 30 % auf nahezu 1,2 Milliarden Euro!
Diskutiert der Mainzer Stadtrat veraltete Pläne und weit überholte Kostenschätzungen?


„Die Mainz-Wiesbadener Kohlekraftwerksplanung wird buchstäblich und im übertragenen Sinn immer fragwürdiger und das kommunalpolitische Szenario immer absurder“, erklärte der Interimsvorstand der Wiesbadener SPD Jörg Jordan gestern vor dem UB-Beirat seiner Partei.

„Während der Mainzer Stadtrat über ein Kraftwerksprojekt mit einer Kapazität von unter 800 MW zu Kosten von ca. 900 Millionen Euro diskutiert, kursieren im Unternehmen KMW Pläne für ein noch größeres Kraftwerk mit einer Kapazität von mindestens 820 MW und Kostenschätzungen von mehr als 1,1 Milliarden Euro.

Hinter dem Rücken der Öffentlichkeit wird das Projekt immer unwirtschaftlicher, und auch der Ausstoß des Treibhausgases CO2 geht, im Vergleich zu der ursprünglich geplanten Kapazität von 700 – 800 MW Leistung, weiter nach oben.

Um so dringender ist es, dass auch in Wiesbadens Bürgerschaft und in der Stadtverordnetenversammlung eine öffentliche Diskussion über das bisher ohne Rücksicht auf die Klimaschutzdiskussion und die Luftbelastung über Wiesbaden geplante Projekt entsteht und die Alternativen untersucht werden, die eine kommunale Stromerzeugung ermöglichen, ohne für die Stadt und ihre Bürger so schädlich zu sein.

Der Mainzer Stadtrat muss heute Abend über ein möglicherweise veraltetes Konzept abstimmen“, kritisiert Jordan die neu aufgekommenen Planungsalternativen der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW).“

Angesichts der vielen ungeklärten Fragen und der äußerst fraglichen Umweltbilanz sei es höchste Zeit, bei der Kraftwerksplanung eine Pause einzulegen und die Frage der Energieversorgung für die Region neu zu diskutieren. „Die SPD-Fraktion wird daher im Wiesbadener Stadtparlament ein Moratorium beantragen, um mögliche Alternativen zum Bau eines Kohlekraftwerks prüfen zu können“, kündigte Jordan eine parlamentarische Initiative seiner Partei an.



Eine Presserklärung von: Jörg Jordan, erstellt am 31.01.2007.

 

 

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